Über mich

Wozu eine Selbstvorstellung? Vermutlich aufgrund der Annahme, es gehöre sich einfach so. Man hat sich zu präsentieren – idealerweise natürlich im besten Licht – dem Gegenüber möglichst effizient ein schlüssiges Bild darüber zu vermitteln, wie man sich selber sieht beziehungsweise wie man gesehen werden möchte. Effizient, sodass schnell zur Tagesordnung übergegangen werden kann, da die wenigsten Menschen die notwendige Zeit geschweige denn ausreichendes Interesse an einem echten Kennenlernen zu haben scheinen. Schlüssig, sodass eine eindeutige Kategorisierung erfolgen kann und Stereotype nicht infrage gestellt werden müssen. Diesem Ansatz habe ich lange Jahre versucht gerecht zu werden. Das entspricht nicht ganz der Wahrheit. Ich hatte nicht versucht, ein Bild darüber zu vermitteln, wie ich gerne gesehen werden möchte. Vielmehr hatte ich versucht ein Bild darüber zu vermitteln wie mich das Gegenüber meiner Annahme nach sehen wollte. Dessen bin ich überdrüssig. Wer mich kennen lernen möchte, wird es nicht basierend auf einem knappen Vorstellungstext tun, und an dem Versuch, einen knappen Vorstellungstext zu schreiben, der meinem Empfinden nach alle wesentlichen, für diesen Rahmen relevanten Aspekte meiner Persönlichkeit authentisch erfasst ohne Verwirrung zu stiften, kann ich nur scheitern. 

Also nur so viel: Ich bin Kreativmensch mit Aversion gegen konventionelle Schubladen. Ich bin Musiker, Schauspieler und Autor. Und in keinem dieser Bereiche setze ich mir Genregrenzen, sondern überlasse mich ganz dem natürlichen kreativen Fluss, um das zu erschaffen, was erschaffen werden will.